15.06.2011 - 12:40 Uhr

Das neue Schadstoffmobil – Eine Kooperation Nehlsen und CHS Containerhandel


Schadstoffmobil

Für die Bürger unterwegs zur Entsorgung von ätzenden und giftigen Produkten.

Im Schuppen stapeln sich ein Dutzend halbleere Farbeimer. Mittlerweile sind sie unbrauchbar. Doch bestimmte Farben sind schadstoffhaltig und gehören nicht in den Haus- bzw. Restmüll. Wohin aber mit lösemittelhaltigen Farben, Lacken, Verdünnern, Haushaltsreinigern oder Spraydosen mit Restinhalten? Hier wird es angenommen – beim neuen Schadstoffmobil von Nehlsen, das überwiegend im kommunalen Bereich eingesetzt wird.

Die Bürgerinnen und Bürger können an bestimmten Terminen ihre schadstoffhaltigen Abfälle bei den Nehlsen Mitarbeitern abgeben. „Unsere eingesetzten Mitarbeiter haben eine chemiespezifische Fachausbildung im Sinne der TRGS 520, Erfahrung im Gefahrgutrecht und nehmen an regelmäßigen Lehrgängen teil,” erklärt Olaf Toppke, Leiter des Standortes Schadstoffentsorgung Nord in Bremen.

Schadstoffmobil

Gefertigt wurde das Schadstoffmobil in unmittelbarer Hafennachbarschaft von der Bremer Firma CHS Spezialcontainer. Der 12 Tonnen schwere Container wurde auf einem entsprechenden Fahrgestell der Marke Schmitz Cargobull montiert. „Die ersten Gespräche und die spätere Zusammenarbeit mit CHS sind über die ISH entstanden,“ sagt Jürgen Neumann, Geschäftsführer der Nehlsen GmbH & Co. KG.

Die ISH, Initiative Stadtbremische Häfen e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Zukunft der stadtbremischen Häfen im Zentrum zu sichern und zu gestalten. „Die im August 2003 gegründete ISH vertritt heute 50 mittelständische Unternehmen der maritimen Wirtschaft, die lokal, national und weltweit agieren“, so Neumann.

Es gibt viele Besonderheiten, die bei der Ausstattung eines Schadstoffmobiles berücksichtigt werden mussten. Wenn die Mitarbeiter die schadstoffhaltigen Produkte annehmen, gibt es genaue Vorschriften, nach denen die Stoffe in Fässer und Spezialbehälter (IBC) eingegeben werden. „Die spätere Entsorgung erfolgt nach allen Möglichkeiten der stofflichen Verwertung und durch moderne Verfahren. In diesem 12,20 Meter langen Container gelten genaue Vorschriften. Der Aufbau entspricht der TRGS (Technische Regeln für Gefahrstoffe)“, so Olaf Toppke. Im Fahrzeug sind entsprechende Flucht- und Rettungswege eingerichtet.

Für den Notfall gibt es eine Augen- und Körperdusche. Auch Löschdecken und Löschgeräte sind vorhanden. Immerhin kann es sich hier auch um leichtentzündliche Produkte wie Desinfektions- oder Lösungsmittel handeln. Das Schadstoffmobil von Nehlsen ist im September wieder im Landkreis Osterholz und im Landkreis Oldenburg unterwegs. Die genauen Termine und Standorte können den jeweiligen Abfallkalendern entnommen werden.